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1912 / SDK

Das Atelier der Bioskop in Babelsberg mit Urban Gad und Asta Nielsen

Seeber ist gerade dabei, Film in seine PRÉVOST einzulegen. Um ein weiches Atelierlicht zu erhalten, wird das Tageslicht durch an Drähten angebrachte Nesseltücher gefiltert, deren Position sich mit langen Stangen verändern ließ. (Ein damals bereits seit vielen Jahren in allen gewerbsmäßigen Fotoateliers praktiziertes Verfahren.)

 

Nach dem Umzug von der Chausseestraße stellte sich bald heraus, dass Seeber dem Babelsberger Tageslicht zu sehr vertraut hatte. Die große Dynamomaschine war, aus welchen Gründen auch immer, in der Chausseestraße zurückgelassen worden. Daher ließen sich auch keine der vom Gleichstrom abhängigen Lichtquellen, wie z.B. Quecksilberdampflampen, als Zusatzlicht einsetzen. Seeber gelang es, Direktor Zeiske wenigstens zum Kauf einiger neuer Frankfurter Jupiter- Lampen zu überreden, deren Kohlebogenlicht mit Wechselstrom erzeugt wurde. Sie wurden als frontales und seitliches Fülllicht eingesetzt.