
- Ausschnitt aus Foto Nr. 15
Diese Ausschnittvergrößerung gibt ein gutes Bild von der Mechanik einer damaligen Greifer-Kopiermaschine. Ein Vorteil bei der Kopierung der durch das Rahmen-System bedingten kleinen Filmlängen war, dass man sie mit einem Licht fahren konnte – es gab ja noch keine Kerbenschaltung für unterschiedliche Kopierlichter. Die Kopierlampe war in einem lichtdichten Gehäuse hinter dem Greiferwerk untergebracht, ihre Helligkeit ließ sich mit einem Drehwiderstand verändern. Das Herzstück der Kopiermaschine ist ein sehr sorgfältig gefertigter polierter Filmkanal, der sogar schon über seitliche Gleitrollen verfügte. In Seebers Nachlass finden sich zwei Kataloge von PRÉVOST-Kopiermaschinen aus den Jahre 1910 und 1911.
Ich vermute, dass 1913 das ältere, kleinere Kopierwerk der Bioscop auf die Entwicklung und Kopierung der Kamera-Negative spezialisiert war (Rushes), während im neuen, größeren Labor die Verleihkopien angefertigt wurden.



